Auf einen Blick
Seelenkarte
Der leisere Faden darunter.

Der Magier
1
Wille · Handwerk · Übertragung · Verwirklichung
„Ich bin die Durchgangsstelle — was oben gibt, zeigt sich unten.“
Der Wille ist an den Fingerspitzen angekommen — die vier Elemente liegen bereit, Himmel und Erde warten auf die Geste.
Zur Karte →Auf der Reise des Narren
In Rachel Pollacks Gliederung steht der Narr außerhalb der Zählung, die übrigen einundzwanzig Karten bilden drei Siebenerreihen: I–VII das Lernen in der äußeren Welt, VIII–XIV die Wendung nach innen, XV–XXI der Weg durch den Schatten zur Vereinigung. Die Karten dieser Zahl sind umrandet.






















Wie häufig diese Zahl ist
Kein Geburtsdatum hat „Der Magier“ als Persönlichkeitskarte
| Persönlichkeitskarte | Anteil der Geburtsdaten |
|---|---|
| 1 · Der Magier | kommt nie vor |
| 2 · Die Hohepriesterin | 0,8 % |
| 3 · Die Herrscherin | 1,6 % |
| 4 · Der Herrscher | 2,4 % |
| 5 · Der Hierophant | 7,9 % |
| 6 · Die Liebenden | 7,7 % |
| 7 · Der Wagen | 7,2 % |
| 8 · Die Kraft | 6,5 % |
| 9 · Der Eremit | 5,6 % |
| 10 · Das Rad des Schicksals | 4,7 % |
| 11 · Die Gerechtigkeit | 4,0 % |
| 12 · Der Gehängte | 3,5 % |
| 13 · Der Tod | 3,3 % |
| 14 · Die Mäßigkeit | 3,2 % |
| 15 · Der Teufel | 3,4 % |
| 16 · Der Turm | 3,9 % |
| 17 · Der Stern | 4,6 % |
| 18 · Der Mond | 5,5 % |
| 19 · Die Sonne | 6,4 % |
| 20 · Das Gericht | 6,4 % |
| 21 · Die Welt | 6,1 % |
| 22 · Der Narr | 5,5 % |
Gezählt über jeden Tag von 1900 bis 2026. Am häufigsten ist die 5 (7,9 %), am seltensten die 2 (0,8 %); die 1 kommt als Persönlichkeitszahl nie vor.
Unter dem Rad des Schicksals: 10/1
Wer die 10 als Geburtszahl hat, zeigt nach außen das Rad: ein Leben, das sich in Zyklen bewegt, in dem Phasen kommen und gehen und vieles vom richtigen Moment abhängt. Darunter liegt der Magier, und er antwortet auf das Rad mit einer schlichten Frage – was lässt sich mit dem anfangen, was gerade da ist? Das Rad nennt die Jahreszeit, der Magier sucht das passende Werkzeug aus.
Die Reibung zwischen beiden kennt zwei Richtungen. Kippt sie zum Rad, entsteht Fatalismus: Es kommt ohnehin, wie es kommt. Kippt sie zum Magier, entsteht das Gegenteil, eine Überverantwortung, die jede Drehung des Rades für das eigene Versäumnis hält. Die 10 selbst erzählt davon, wie beides zusammengehört: Sie schließt die Reihe der Ziffern ab und kehrt mit 1 + 0 an den Anfang zurück.
Unter der Sonne: 19/1
Bei der 19 steht die Sonne vorn – Wärme, Sichtbarkeit, eine Freude, die andere ansteckt. Der Magier darunter ist das Handwerk hinter dieser Leichtigkeit, die Übung, die niemand sieht, wenn etwas mühelos wirkt. Die Spannung liegt zwischen Sein und Tun: Die Sonne will einfach leuchten, der Magier will etwas herstellen.
Die 19 kommt in zwei Schritten zur 1, und der Zwischenschritt ist die 10, das Rad. Greer nennt das Rad in „Who Are You in the Tarot?“ die Lehrerkarte (Teacher Card) der 19-10-1 und betont, dass es gerade kein verborgener Faktor ist, weil es in der Rechnung vorkommt; wer das aufgreifen möchte, kann das Rad als dritte, leise Karte neben die beiden anderen legen.
Was der Magier in beiden Paaren tut
In beiden Paaren arbeitet der Magier nicht im Rampenlicht. Seine Begabung zeigt sich indirekt: im Gespür dafür, wann ein Plan reif ist, in der Fähigkeit, aus wenigen Mitteln etwas Brauchbares zu machen. Die Schattenseite gehört ebenfalls zu ihm – Geschick, das in Betriebsamkeit umschlägt, oder eine Gewandtheit, die andere eher lenkt, als sie zu erreichen. Als Seelenkarte stellt er weniger die Frage, ob du etwas kannst, als die, wofür du dein Können einsetzt.
Der Magier als Jahreskarte
Für die Jahreskarte addierst du Geburtstag und Geburtsmonat zu dem Jahr, das dich interessiert, und bildest aus dieser Summe die Quersumme. Eine 1 kommt dabei nie heraus. Keine Summe dieser Größenordnung hat die Quersumme 1, und ergibt sie 10 oder 19, bleibt es dabei, weil beide Zahlen schon eine Karte der großen Arkana benennen. Der Magier ist also für niemanden Jahreskarte – genauso wenig, wie er für irgendjemanden Persönlichkeitskarte ist.
Wählen kannst du ihn trotzdem, als bewusst gesetztes Thema für ein paar Monate. Im Rider-Waite-Smith-Tarot liegen vor ihm auf dem Tisch Kelch, Schwert, Münze und Stab. Als Begleiter für eine Arbeitsphase stellt er eine nüchterne Frage: Was liegt bei dir schon bereit, und was machst du daraus?
Für welche Geburtstage sie die Jahreskarte ist
Addiere Geburtsmonat und -tag zum Jahr und reduziere wie bei der Persönlichkeitskarte. Das gibt dem Jahr ein Thema zum Nachdenken; es sagt nicht voraus, was das Jahr bringt.
- 2026
In dem Jahr ergibt kein Geburtstag die 1.
- 2027
In dem Jahr ergibt kein Geburtstag die 1.
- 2028
In dem Jahr ergibt kein Geburtstag die 1.
- Welche Fähigkeit halte ich zurück, statt sie zu benutzen?
- Was könnte ich mit dem anfangen, was ich gerade zur Hand habe?
Drei Fragen zum Nachdenken
- Welches Werkzeug liegt bei mir schon lange auf dem Tisch, ohne dass ich danach greife?
- Wo nenne ich etwas Zufall, das in Wahrheit meine Entscheidung war?
- Was tue ich mit Geschick, das niemand als Arbeit wahrnimmt – nicht einmal ich selbst?